ENTITATIV

Aggregation ↔ Singularisierung

Wie das Viele zu einem wird, und wie das Eine sich selbst aus dem Vielen herausschneidet. Die Dimension, in der Grenzen entstehen, sich auflösen und sich neu bilden — in der jede Entität als Rhythmus getragen wird, nicht als Ding.

Systenz ist die Welle, nicht der Kamm. Als Entität zu existieren heißt, zwischen Aggregation und Singularisierung zu oszillieren, ohne an einem der beiden Pole zu verharren: der Strudel besteht nur, solange Wasser durch ihn fließt, die Zelle nur, solange sie mit ihrer Umgebung austauscht, der Stern nur, solange er strahlt. Wo die beiden Unendlichkeiten sich berühren — das absolut Viele oder das absolut Eine —, hört die Dimension auf. Wo die Dimension schwingt, bleiben die Unendlichkeiten getrennt.

Systence

Das Daturoma ersetzt die metaphysische Frage „Was ist diese Entität?“ durch eine prozessuale: mit welcher Frequenz und Amplitude oszilliert sie zwischen ihren Polen? Mit welcher Neigung lehnt sich ihr wrapper zur einen oder anderen Seite? Eine Entität ist keine Substanz — sie ist ein Rhythmus.

"Das Individuum ist kein Sein, sondern ein Akt." — GILBERT SIMONDON

SKALENÜBERGREIFENDE MANIFESTATIONEN